Ölwechsel – Yamaha R1 RN04 RN09
Motorrad, Ölwechsel, RN04 (2000-2001), RN09 (2002-2003), Yamaha, YZF-R1 4 KommentareDer regelmäßige Ölwechsel bei Auto und Motorrad ist eine der wichtigsten Wartungsmaßnahmen, die Du am Fahrzeug durchführen musst. Dadurch wird sichergestellt, dass der Motor eine lange Lebensdauer hat und in dieser Zeit problemlos läuft, sowie der Verschleiß innerhalb des Motors gering gehalten wird. Durch die ständige Verbrennung und den Abrieb im Motor verschmutzt das Motoröl unterschiedlich stark, weshalb es regelmäßig gewechselt werden muss. Je nach Fahrstil und Umgebung ergeben sich hier unterschiedlichste Wartungsintervalle. Die meisten Hersteller empfehlen jedoch das Motoröl einmal jährlich zu wechseln, die genauen Wartungsintervalle findest Du in Deiner Bedienungsanleitung des Fahrzeugs. Ein Wechsel selbst durchzuführen ist einfach. Nachfolgend findest Du eine detaillierte Anleitung wie Du das Motoröl an Deinem Fahrzeug selbst wechseln kannst.
Werkzeug und Material
- Steckschlüsselsatz – (Link: Mannesmann Steckschlüssel- und Bitsatz*)
- Auffangbehälter – (Link: LIQUI MOLY Öl Auffangwanne*)
- Montageständer hinten – (Link: RicambiWeiss Montageständer*)
- Motoröl – (Link: Castrol Power 1 10W-40 4T*)
- Ölfilter – (Link: K&N Ölfilter KN-303*)
- Ölfilterschlüssel – (Link: Ölfilterschlüssel*)
- Trichter – (Link: Mannesmann Trichtersatz 4-tlg.*)
- Kupferdichtring – (Link: Kupferring-Set für Ölablass- Schrauben)
**Alle Teile wurden passend für das Fahrzeug ausgewählt.
Anleitung
1. Motor warmlaufen lassen und Motorrad aufbocken
Bevor das Öl gewechselt wird, muss man den Motor zunächst einige Minuten lang warm laufen lassen. Somit wird sichergestellt, dass das Öl warm und lauffähiger ist und somit besser aus dem Motor laufen kann.
Damit das gesamte Altöl aus dem Motor entfernt wird, empfiehlt es sich, das Motorrad mit einem Montageständer* aufzubocken. Optional kann das Motorrad auf ebenem Grund gerade gehalten werden, während das Öl abläuft.
2. Verkleidungsteile Demontieren
Um die Ölablassschraube und den Ölfilter zu erreichen, muss das untere Verkleidungsteil demontiert werden. Hierzu die Schrauben, welche die Verkleidung befestigen, lösen und die Verkleidung abnehmen. Zusätzlich sind die linken und rechten unteren Verkleidungsteile miteinander verschraubt. Nachdem die Schraube gelöst wurde, kann die Verkleidung abgenommen werden.
3. Ölablassschraube öffnen und Motoröl ablassen
Nach Demontieren der Verkleidungsteile muss ein Auffangbehälter* unter der Ölablassschraube abgestellt werden, um das Öl auffangen zu können. Damit das Öl besser abfließen kann und keine Rückstände im Motor verbleiben, muss der Einfüllschraubverschluss geöffnet werden. Danach kann die Ölablassschraube langsam geöffnet werden. Die Ölablassschraube befindet sich unterhalb der Fußraste am Krümmer. Das Öl* nun so lange abfließen lassen, bis kein Öl mehr in den Auffangbehälter tropft.


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4. Alter Ölfilter demontieren und neuer Ölfilter montieren
Der Ölfilter kann nun mit einem Ölfilterschlüssel* entfernt werden. Das verbleibende Öl kann nun in die Ölwanne abfließen.
Die Dichtung des neuen Ölfilters muss vor Einbau mit Öl benetzt werden, um sicherzustellen, dass kein Öl austritt. Danach kann der neue Ölfilter eingesetzt werden. Dieser sollte handfest oder mit einem Drehmomentschlüssel ca. 20 Nm festgezogen werden. Um Ölaustritt zu vermeiden muss geprüft werden, dass der Ölfilter richtig im Gewinde sitzt. Zur leichteren Montage empfiehlt sich hier ein Ölfilter von K&N, da dieser mit einem 17mm-Steckschlüsselaufsatz ausgestattet ist. Bei der Yamaha R1 RN04 und RN09 kann hier der K&N Ölfilter KN-303* eingesetzt werden.


- Finde die für diesen Filter kompatiblen Modelle in der Beschreibung unten.
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- Die Fahrzeuge für die dieses Produkt geeignet ist finden Sie in der Produktbeschreibung.
5. Ölablassschraube schließen
Die Ölablassschraube kann nun wieder montiert werden. Hierbei sollte unbedingt ein neuer Dichtring verwendet werden. Bei der Yamaha R1 RN04 Oder RN09 wird ein Dichtring in der Größe M14 benötigt. Das Drehmoment der Ölablassschraube beträgt ca. 30 Nm.
6. Motoröl einfüllen, Motor starten und Ölstand prüfen
Nun kann das neue Motoröl mit einem Trichter* eingefüllt werden. Passende Öle für dieses Modell sind zum Beispiel das Castrol Power1 Racing 4T 10W-40* (siehe hierzu: Die beliebtesten Motoröle für Motorräder). Die Ölmenge beträgt:
- Yamaha R1 RN04: 2,7 Liter ohne Filterwechsel und mit Filterwechsel 2,9 Liter
- Yamaha R1 RN09: 2,9 Liter ohne Filterwechsel und mit Filterwechsel 3,1 Liter
Nach dem Ölwechsel befinden sich oft Ölrückstände an Krümmer und umliegenden Teilen. Diese Teile sollten vor dem Starten des Motors sorgfältig gereinigt werden, um tropfendes Öl und Verkrustungen am Krümmer zu vermeiden.
Den Motor nun anlassen und einige Minuten laufen lassen, damit sich das Öl im gesamten Motorraum verteilen kann. Dabei muss kontrolliert werden, ob bei der Ölablassschraube oder am Ölfilter Öl austritt. Den Motor nach einigen Minuten ausstellen und den Ölstand kontrollieren. Dieser sollte zwischen Minimum und Maximum liegen. (siehe hierzu: Ölstand richtig kontrollieren)


- Motorenöl mit HC-Synthese
- Spezifikationen: API SN , JASO MA-2
- Die Verpackung kann variieren
- Hinweis: Der Artikel hat kein Verfallsdatum, Das auf dem Produkt angegebene Datum ist das Herstellerdatum
7. Verkleidungsteile montieren
Die Verkleidungsteile können nun wieder montiert werden. Die Montage erfolgt in umgekehrter Reihenfolge.
Hinweis: Das angefallene Altöl des Ölwechsels, Ölfilter und verunreinigte Tücher können in der Verkaufsstelle, in der Du das neue Öl gekauft hast, zurückgegeben werden. Optional kann ein lokaler Wertstoffhof aufgesucht werden, dieser nimmt das Altöl und verunreinigte Gegenstände in haushaltsüblichen Mengen meist kostenlos entgegen. Bei einigen Orten fährt auch regelmäßig ein Umwelt- oder Schadstoffmobil verschiedene Haltestellen ab, dieses nimmt ebenfalls das Altöl entgegen.
Flo
Ein entscheidender Fehler liegt hier in der Ölmenge vor.
Es sind 2,8l und nicht 3,8l.
Leider hatte ich mich auf dieses Tut verlassen und musste so wieder Öl ablassen.
Sebastian Post author
Hallo, wir haben die Daten nochmals mit unserem Datenanbieter verglichen und festgestellt, dass tatsächlich ein Fehler vorliegt. Die 3,8 Liter bezogen sich auf einen trockenen Motor, was bei einem regulären Ölwechsel nicht der Fall ist. Die Angaben wurden alle korrigiert und mit den richtigen Werten ersetzt. Entschuldigung für die Unannehmlichkeiten, so etwas sollte nicht vorkommen.
Wenn Du möchtest, kannst Du eine E-Mail an info(at)wartungsanleitung-online.de schreiben und wir schauen, was wir als kleine Entschädigung für Dich machen können.
Volker de Vries
Sehr gut beschrieben👍
Sebastian Post author
Freut mich, dass dir die Anleitung geholfen hat 🙂